Erweiterungsbau Bundeskanzleramt Berlin

Machbarkeitsstudie

Die Fortschreibung der Baustruktur um 400 Büroräume im so genannten Kanzlerpark steht in doppelter Tradition: sie komplettiert die Spur des Bundes an ihrem westlichen Ende auf dem Moabiter Werder und sie variiert die räumlich-funktionalen Qualitäten der Bürowintergärten unter den verschärften Sicherheitsanforderungen beim ‘Bauen auf der Grundstücksgrenze’. Die schiere Masse des neuen Gebäudes bettet sich dabei so weit wie irgend möglich ans Grün des Robinienwäldchens, sucht maximalen Abstand zum Spreeraum und nimmt jede Rücksicht auf die parkartige Grünfläche, die unverändert das Spreeufer begleitet. Die innere Struktur des Neubaues schreibt alle Qualitäten des Bestandsbaues fort, variiert das Wintergarten-Layout in einem entscheidenden Punkt: – die hof- und gartenseitige Nebenraumspur des Bestandsbaues wertet auf zur komplett genutzten Bürofläche mit Wintergärten in Zweiraumtiefe. Ein besonderer Umstand des Neubaues ist seine Einbindung im öffentlichen Stadtraum; die deshalb besonders hohen Sicherheitsanforderungen erzwingen eine vollständige, massive Schliessung der Fassaden des Erd- und des ersten Obergeschosses; eine sehr spezielle Zonung und Schichtung der Nutzungen musste dazu entwickelt werden. Auch die schiere Länge des Gebäudes von 270 Metern verlangt nach einer sozusagen kompensatorisch anspruchsvollen Erschliessung: – die Galerien vermeiden jede Art von Korridor-Enge und -Trübsal; der unter Umständen lange Weg zum eigenen Büro ist wie im Bestandsbau ein luftiger Balkon entlang der Wintergärten, im vollen Tageslicht. Die neue Südbrücke komplettiert das Wegesystem auf dem ‘Campus’ des Kanzleramtes links und rechts der Spree. Sie ist nach dem gleichen, doppelgeschossigen Prinzip aufgebaut wie ihre Schwester im Norden.

GRUNDSTÜCK

Willy-Brandt-Strasse 1
10557 Berlin

 

NUTZUNG

Bürogebäude inklusive umfangreicher Nebenfunktionen

 

NUTZER

Bundeskanzleramt

 

BAUHERR

Bundesrepublik Deutschland
vertreten durch das
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
vertreten durch das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

 

ARCHITEKT

Schultes Frank Architekten

 

ENTWURF

Axel Schultes   Charlotte Frank

 

PROJEKTLEITUNG

Monika Weder   Sören Timm

 

MITARBEIT

Behrens   Bocchese   Hoffmann   Hofmann

 

MACHBARKEITSSTUDIE  –  FERTIGSTELLUNG

2016  –  2027

 

GRUNDFLÄCHE GESAMT

71.000 m²

 

BRUTTO-GRUNDFLÄCHE

57.000 m²

 

KONSTRUKTION

Stahlbeton   Sichtbeton

 

VISUALISIERUNGEN MACHBARKEITSSTUDIE

Schultes Frank Architekten